Donnerstag, 26. Juli 2012

Unverarschbar

Titel: Unverarschbar
Autor: Martell Beigang
Verlag: Schardt
ISBN-10:
389841292X
ISBN-13:
978-3898412926



Inhalt: Momentan läuft alles im Leben des 30-jährigen Ben falsch: Seine Freundin Tine trennt sich von ihm - und das auch noch, weil sie etwas mit Bens besten Freund hatte - und seine Band "SERVOKINGS" löst sich nach sieben langen Jahren auf.
Beim gelangweilten Zappen durch das TV-Programm stößt Ben auf das Musikvideo des Popsternchen Janine Paffrath. Er weiß nicht, dass Janine auch nur ein Opfer der Musikindustrie ist, deren Leben vor allem durch ihren Manager Heinz bestimmt wird.
Ben macht sich auf dem Popstar ordentlich die Meinung zu geigen... - und es endet in einer unfreiwilligen Entführung.

Eigene Meinung: Ich habe den zweiten Band durch Blogg dein Buch erhalten. Um nicht völlig ahnungslos an das Buch ranzugehen, habe ich auch noch Band 1 angefragt.
Für mich war der Hauptgrund, das Buch anzufragen, der, dass die heutige Musikindustrie auf die Schnippe genommen wird. Der Autor schafft das wirklich hervorragend!
Ich musste schon bei den ersten Seiten lachen, zum Beispiel als Bens Bekanntschaft auf einer Party sich als "Modern Taking"-Fan bekannt und der Musiker daraufhin den Strom der Party abstellt oder auch der Taxifahrer mit dem nervigen Klingelton, dessen Handy kurzerhand von Ben entsorgt wird.
Mit Ben ist dem Autor ein Charakter gelungen, mit den ich mich in punkto Musik gut identifizieren konnte. Er leidet darunter, wie sich die Musikwelt verändert und das zurecht!
Janine ist hierbei die "Antichristin der Musik" und stellt dar, was das Musikbuisness falsch macht.
Die 190 Seiten des Buches sind schnell durchgelesen, was vor allem an dem Witz des Autors liegt.
Man merkt dass Martell Beigang ein Vollblut-Musiker ist der mit seinem Debütroman einen erschreckend ehrlichen Roman über das heutige Musikbuisness geschrieben hat.

Cover und Gestaltung:
Eine Gitarre, die in einem Wohnzimmer im Retro-Look steht, schmückt das Cover des Romans. Das Cover wirkt dadurch nicht aufdringlich, aber es passt zu der Geschichte des Romans.
Jedes Kapitel hat eine Zeichnung von zwei Lautstärkeregler, die die Kapitelanzahl anzeigen.

Empfehlung:
Jeder, der die heutige Musikszene wie die Hauptperson Ben nicht zum Aushalten findet und deshalb ein selbstironisches, sarkastisches Buch darüber lesen wollen, sollten zugreifen.

Bewertung:
Ich vergebe vier von fünf Herzen, was leider daran liegt, dass nur der halbe Lesegenuss aufkam, weil ich nichts über die Kölner Musikszene weiß.


Herzlichen Dank an den Schardt Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

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